2024 AIDA Bella - Dies und Das
Im Sommer 2024 buchten wir unsere erste AIDA Kreuzfahrt. Der Preis von 4920€ für eine Innenkabine mit Comfort Deluxe Getränkepaket und Flug war für uns Ok.
In unserem Bekanntenkreis wurde AIDA hoch gelobt und deshalb machen wir nun auch eine Reise um mitreden zu können.
Hier der gebuchte Reiseverlauf.
Kurze Zeit nach unserer Buchung wird der Reiseverlauf geändert. Statt St. Kitts wurde Antigua ein weiteres Mal angelaufen. Hier nun die geänderte Route.
Über das Anreisepaket flogen wir mit Condor von Frankfurt nach Montego Bay und erreichten erst am Abend den Hafen.
Im Cruise Terminal war erstmal anstehen angesagt. Hier hätte ich mir ein paar AIDA Mitarbeiter mehr für den Check-in gewünscht. Check-in erledigt ging es zur nächsten Warteschlange. Hier gab es die Bord- und Handtuchkarten.
Jetzt endlich sehen wir unser Domizil der nächsten 14 Tag zum ersten Mal.
Bei der Buchung wählten wir die Kabine 4345. Kabinenkategorie: Innenkabine IA
Die Kabine ist mit 13qm doch ca. 3qm kleiner als die von uns gewohnten Kabinen der Meinung Schiff Flotte. 3qm merkt man doch schon. Vor allem die Schubladen und Ablagen. Vor allem im Bad.
Im Bad fanden sich fremde Haare im Waschbecken, irgendwelcher Müll von anderen Gästen wurde vom Housekeeping in unserem Waschbecken vergessen, die Kleiderschränke hätten auch eine Reinigung wieder gebraucht.
Ich habe nicht geschaut wie viel Staub sich auf diesem Baldachin über dem Bett befindet.
Ich hatte bei AIDA nachgefragt und man darf seinen eigenen Föhn nicht mit an Bord nehmen. Nur 1 Modell von Dyson ist erlaubt.
Brandgefahr!!!
Also musste der in der Kabine verbaute Föhn herhalten. Dieser war durch die Hitzeentwicklung schon verformt. Um meine Haare einigermaßen zu trocknen benötigte ich doch Zeit. Dieser hatte sich immer 2x wegen Überhitzung abgeschaltet. Auf einem Ausflug kam ich mit anderen Gästen ins Gespräch und diese hatten das gleiche Problem.
Auch hier andere Reederei, andere Sitten.
Wir sollten uns in der App den Sicherheitsfilm anschauen und bestätigen. Irgendwie funktionierte dies bei uns nicht so wirklich. Rettungswesten sollten im Schrank sein, das bekamen wir noch mit und wurde auch kontrolliert. Oh Schreck noch ein Fach weniger im Kleiderschrank.
Gut, dann begeben wir uns auf Deck 5 und suchen unsere Sammelstelle. Dieser war nicht wie gewohnt im Innenbereich, bei AIDA trifft man sich bei den Rettungsbooten. Wir zur erstbesten Tür raus und eine Mitarbeiterin gefragt wo muss man hin. "Ach das können sie gleich bei mir machen". Bordkarte gescannt und tja alle hatten die Rettungsweste an, nur wir nicht. Reden können wir ja 😃, und dann stellte uns die Mitarbeiterin nur die Frage ob wir mit dem Handling der Rettungswesten vertraut sind und gut wars.
Ganz ehrlich, wir waren nicht an unserem Sammelpunkt und bis zum Ende der Reise war mir nicht klar wo ich überhaupt im Fall des Falles hin muss. Ich verstehe eh nicht warum man eben im Notfall zur Kabine muss um seine Rettungsweste zu holen. Stelle mir das Chaos in den Gängen vor wenn jeder erst zur Kabine rennt und dann zur Sammelstelle. Andere Reedereien habe dies anders geregelt.
Vor dem Abendessen testen wir die erste Bar. Es war nichts los. Bekamen gleich unsere Getränke und naja, man merkt schon AIDA spart. Die Pina Colada war ein Sirupgemisch mit Trockenobst es Deco. Nicht zu empfehlen.
Im Laufe der Reise gab ich den Barkeeper immer wieder die Chance für einen guten Cocktail. Auf diesem Foto, später auf der Reise aufgenommen, erkennt man dieses Trockenobst besser.
Besonders nervig ist bei der Bestellung der Scan der Bordkarte. Oft funktionierte es nicht gleich. Danach musste man auf dem Display unterschreiben. Fand ich jetzt nicht sehr hygienisch. Nach dem ganzen Corona Erfahrungen hätte man sich hier etwas anderes überlegen können. Wir sagten den Mitarbeitern dann immer sie sollen selbst abzeichnen.
Das erste Auslaufen war auch völlig unspektakulär. Keine Ansage, keinen Auslaufsekt, nichts. Wir quatschen mit Freunden, holten uns selbst etwas an der Bar und auf einmal merkten wir das Schiff fährt. 30 Minuten vor der angekündigten Zeit. Die Auslaufhymne schepperte dann auch irgendwann mal blechernd aus den Lautsprechern.
Am nächsten Morgen gehören wir zu den Frühaufstehern. Und stehen somit erstmal ein paar Minuten vor dem verschlossenen Marktrestaurant.
Weniger Minuten später geht es dann los. Da auch weniger Gäste um diese Zeit schon wach sind, könnte ich ein paar Fotos machen.
Es ist alles da was man für ein Frühstück benötigt. Die Anordnung teilweise gewöhnungsbedürftig aber irgendwie findet man alles oder fragt sich beim Personal durch. Die Nutella hätte ich bei den heißen Würstchen nicht erwartet 🤣.
Auf unserer kompletten Reise waren wir immer recht früh zum Frühstück und es war immer recht entspannt in den verschiedenen Buffetrestaurants.
Beim Abendessen war es da schon anders. Man fand zwar immer noch irgendwo einen Platz, aber am Buffet war schon gedränge.
Was mir auch immer wieder aufgefallen ist, Gäste ohne Getränkepakete bleiben länger beim Abendessen sitzen und/oder füllen sich ihre mitgebrachten Getränkeflaschen auf.
Wir erkunden nun ein wenig das Schiff. Die Anytimebar. In dieser waren wir nur 1x während der Silent Party. Entgegen Empfehlungen von Freunden war auf dieser Veranstaltung die wegen des Wetters in die Anytimebar Bar verlegt wurde nicht wirklich was los.
Die Almhütte war nett eingerichtet. Wir waren 3x dort zum Abendessen. Die Karte gibt halt wirklich nur Fastfood her. Man sollte dann den Blick auf das Tagesgericht werfen.
Das Atrium hatte mir sehr gut gefallen. Über 3 Decks und das Programm war schon um einiges besser als zum Beispiel bei Mein Schiff.
Kaffee und Kuchen gab es am Nachmittag von 15-17 Uhr u.a. in der AIDA Bar. Täglich stehen 4 Kuchen zur Auswahl. Diese Auswahl wechselt täglich, aber nach 1 Woche fängt es wieder von vorne an. Man konnte auch mehrere Stücke nehmen.
Der Kuchen war für alle Gäste inkludiert, Kaffee etc nicht.
wurde von uns natürlich auch getestet. Die Speisen waren inkludiert, nur für die Getränke ist je nach Buchung extra zu zahlen.
Das Essen hat uns hier auch etwas enttäuscht. Wie man auf den Fotos sieht waren die Portionen sehr klein. Geschmacklich jetzt auch nicht der Überflieger.
Der Poolbereich, wobei es eigentlich ja gar keinen richtigen Pool gibt. Es sind mehr oder weniger Planschbecken. Bahnen ziehen wie man es von anderen Reedereien kennt ist hier nicht. Auch die Liegen stehen sehr eng beisammen. Schattenplätze sind kaum vorhanden.
Am ersten Advent gab es sogar an verschiedenen Stellen Glühwein und Spritz. Auch hier wieder nicht inkludiert.
Der Spritz war richtig Lecker.
Auch wurden in der AIDA Bar etwas Weihnachtsgebäck hingestellt. Um 17 Uhr wurde aber alles wieder abgeräumt.
Am 2. Advent gab es dieses Gebäck nicht mehr in diesem Umfang. Da wurde lediglich in der AIDA Bar 3 oder 4 Teller mit ein paar Plätzchen auf den Tresen gestellt. Aufgefüllt wurde nichts.
Fazit,
AIDA hat mich jetzt nicht wirklich überzeugt. Mag vielleicht auch an diesem kleinen Schiff liegen. Hier hatte man jetzt nicht so die Auswahl an Bars und Restaurants wie wohl auf dem großen Schiffen.
Mir persönlich fehlten auch irgendwie die aktuellen Informationen von der Brücke wenn es zu Verzögerungen kam. Diese hatten wir nun oft genug. Tenderboote wieder an Bord holen dauerte länger als geplant. Ankerkette verhedderte sich und der Anker konnte über Stunden nicht eingeholt werden oder auch der zusätzliche Overnight in La Romana weil Container mit Lebensmitteln nicht geliefert wurden.
AIDA bekommt bestimmt nochmals eine Chance von uns. Wenn eine Route welche von unserer Lieblingsreederei nicht im Programm steht wird zum fairen Preis angeboten wird und mit einem großen Schiff stattfindet.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen